05 Jun

Unterwegs am Weilberg!

Heute hatte ich die grandiose Gelegenheit, eine Eule in der Felswand des Naturdenkmals Weilberg beobachten zu können. Ich war heute das erste Mal dort und bin fasziniert von der Schönheit dieses Ortes. Ich hatte die Felswand zuvor nur auf Fotos gesehen. Der Anblick live vorort ist wirklich sehr beeindruckend.

Im Video seht ihr einige Impressionen dieser Wanderung:

19 Sep

Faszination Siebengebirge

Ich kann es nicht in Worte fassen, wenn ich raus vor die Tür gehe und diese vulkanische Hügellandschaft sehe! Es klingt verrückt, aber von jedem Spaziergang durch das Siebengebirge komme ich inspiriert zurück! Ich liebe diesen Flecken Erde so sehr, weil ich immer wieder von ihm fasziniert werde!

Das musste ich heute einfach nochmal schreiben 🙂

19 Sep

Meine Hommage an die Fotografie

„Und irgendwann blicken unsere Augen aus Fotos und meinen doch eigentlich die Zukunft!“ (Kathrin Rosi Würtz, 2008)

Kein Foto dieser Welt wird jemals vollendet sein. Das liegt ganz offensichtlich am Betrachter. Daran wird auch keine noch so großflächig angelegte Fotoanalyse von ernsthaften Soziologen etwas ändern. Die Bedeutung des Fotos hängt vom Betrachter ab und seiner Situation in Raum und Zeit!

So, genug der soziologischen Gedankenmacherei! Warum schreibe ich eine Hommage an die Fotografie? Ja, aus purer Freude und der dringenden Notwendigkeit dem Lichtschreiben auch meine tiefste Verehrung auszudrücken.

Kameras und ihre Wunderwerke begleiten mich schon ein ganzes Leben. Nun gut, das scheint heutzutage nichts außergewöhnliches zu sein. Doch der Moment des Fotomachens gehört ganz mir und hat oft eine mit meinem Inneren verknüpfte Bedeutung. Ich suche mir mein Motiv aus, den Ausschnitt des Lebens, der mich bewegt, den Auslöser zu drücken und kurz inne zu halten.

„Es kommt nicht auf die Technik an, sondern auf den Menschen, der hinter der Kamera steht!“ (mein Lehrer von der Foto-AG am Sankt Adelheid Gymnasium, 1995)

Dieser Satz beeinflusst mein ganzes fotografisches Handeln. Als neugierige Schülerin frage ich kritisch, ob das wirklich immer so ist. Und so bin ich der Meinung, dass ein berührendes Foto tatsächlich auch mit einer einfachen Lochkamera geschossen werden kann. ABER: Es gibt Situationen, in denen eine robuste, technisch hoch ausgereifte Kameraausrüstung, Emotionen und Eindrücke eines Fotografen gezielter einfangen kann.

Zu diesem Entschluss kam ich, als ich das Foto von einem Lavasee gesehen habe. Expeditionsfotografin Ulla Lohmann, die dieses Foto machte, erzählte in einem Interview unter welchen extremen Bedingungen sie arbeiten musste. Ein Foto braucht manchmal eben doch auch die entsprechende Technik.

ABER: Es gibt eben auch die Situationen, in denen die Kameratechnik eine untergeordnete Rolle spielt und der Augenblick schneller vorbei ist als man tatsächlich denken kann. So geschehen 2003 während einer BWL-Vorlesung an der Uni Bonn, die ich erfolgreich geschwänzt habe. Das Beweisfoto habe ich selbst direkt vor dem Unihauptgebäude mit meiner Webcam: Plötzlich tauchte ein Pulk von Menschen auf der Straße auf und wer stand vor mir: Michail Sergejewitsch Gorbatschow höchstpersönlich.

Ich drückte reflexartig auf den Auslöser und im nächsten Moment drückte mich sein Bodyguard zur Seite. Das Foto lehrt mich auch heute noch, dass es sich lohnt, auch mal die „schlechte“ Qualität manch eines Gerätes zu vergessen und draufzuhalten.

Und so mache ich mich immer wieder auf ins Siebengebirge, mal mit einer einfachen Kamera und manchmal auch mit meiner Spiegelreflex, die ich mir damals von meinem ersten Gehalt an der Uni gekauft habe. Mit offenen Augen durch die Welt zu wandern: einfach wunderbar!

Und so wie diese Hommage mit einem Zitat anfängt, so endet sie auch mit einem Zitat:

„Von dem, was ist und was bleibt, ist eine Fotografie die reinste Form des Lichstrahls, der direkt aus dem Herz des Fotografen kommt!“ (Kathrin Rosi Würtz, 2007)

Theatralischer kann ich es kaum formulieren! In diesem Sinne, hoch die Kameras und prost auf die Kunst des Lichtschreibens!

Kathrin Rosi Würtz, 2016

30 Aug

Spaziergang in der Mittagspause!

Heute morgen ging es schon früh um 7 Uhr am Schreibtisch für mich los! Internetseiten füllen sich nicht von alleine mit gescheitem Inhalt und so betätigte ich bereits zur Morgenstunde mein Tastenhackbrett. Und wie der Lauf der Dinge so weitertrudelt, war der Blick auf die Uhr erschreckend: Zwei Stunden schon gesessen ohne es wirklich zu merken! Und so sprang ich auf und musste an das denken, was ich immer wieder auch meinen Patienten gesagt hatte: Bleiben Sie in Bewegung! Wie witzig, da hatte ich mich also selbst als Ausdauersitzerin erwischt!

Ich weiß, dass mir diese Zeit niemand als Bewegungszeit zurückgeben kann, auch wenn ich dafür in meiner Mittagspause fünf Kilometer durch die Gegend spaziert bin. Nichtsdestotrotz machte ich mich durch meinen platt gesessenen Hintern motiviert auf nach draußen in den anliegenden Weinberg in Königswinter-Oberdollendorf.

Es ist schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, wenn die meisten Straßen nahezu gespenstig leer sind. Nun gut, die meisten arbeiten eben nicht (mehr) zuhause. Sollte ich mir deswegen Gedanken machen, wohlmöglich sogar ein schlechtes Gewissen haben? Nein, ach was, papperlapapp! Und wer bitte schön fällt quasi vom Schreibtisch in die Natur?! Ein Privileg!!!

Lieber Leser, was will ich dir eigentlich damit erzählen?! Na klar, gehe raus an die frische Luft, wann immer du kannst! Ich habe nicht selten auch von meinen Patienten gehört, dass sie dem „Willen“ der anderen Kollegen folgen und lieber in die Kantine als eine Runde Spazieren gehen.

In erster Linie liegt es an deinem Kopf, was deine Füße in der Mittagspause mit dir machen!

Hier ein paar visuelle Impressionen von meinem heutigen Spaziergang durch den Weinberg in Königswinter-Oberdollendorf:

PS: An der ästhetischen Umsetzung arbeite ich noch und erlaube mir zu Beginn meiner Expedition durch das Siebengebirge verwackelte Bilder. Ich bitte dies noch zu entschuldigen!

25 Aug

Ausflug zum Rodderberg

foto-expedition-siebengebirge-rodderberg-03

Anfang August packt mich auf einmal nur ein Gedanke: Ich möchte unbedingt endlich mal zum Rodderberg! Aber wie komme ich dort am besten hin? Am besten so, dass ich möglichst nah am Ort des Geschehens parken und auch die etwas schlechter gestellten Fußgänger der Familie mitnehmen kann? Wo ein Wille, da ein Weg, so meine Divise!

Also, machen wir uns mit dem Auto von Bonn-Oberkassel aus auf zum Rodderberg. Ein wenig risikobereit gebe ich die Adresse vom Gut Broichhof ein, das sich an besagtem Ort befinden soll. Das Navigationsgerät führt uns über die Königswinterer Autofähre auf die andere, linksrheinische Flussseite. Ich bin ja schon sehr oft mit der Fähre gefahren, aber es ist dennoch jedes Mal eine wunderbare Überfahrt mit einem fantastischen Blick auf das Siebengebirge!

Weiter geht es durch Mehlem, einem Ortsteil von Bonn. Innerhalb von wenigen Minuten befinden wir uns auch schon in Wachtberg und fahren an sommerlich duftenden, frisch gemähten Feldern vorbei. Die Vulkanstraße führt uns schnurstracks  auch schon zum Reiterhof Broichhof und dem anliegenden Parkplatz. Ja, wir sind richitg, wir sind auf dem Rodderberg angelangt.

Und schon stehen wir auf Spazierwegen mitten durch die wilden Gräser und Pflanzen dieses herrlichen Naturschutzgebietes. Rechts geht es etwas steiler die Treppen hoch, geradeaus führt ein Weg dann von der anderen Seite zur Anhöhe. Und hier zeigt sich dann das Panorama, von dem alle schwärmen! Ein gigantischer Ausblick auf die Hügel des Siebengebirges, allen voran der Drachenfels mit seinem massivem Gesteinsvorsprung!

Ich war so begeistert von diesem Anblick, dass es mich innerhalb von wenigen Tagen noch ein paar Mal dorthin, auf den jüngsten Vulkan der Region, gezogen hat.

Weitere Infos zum Rodderberg und möglichen Wanderrouten finden sich auf www.naturpark-rheinland.de!

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20 Aug

Stadtführung: Über den Dächern von Bonn

Hoch H(in)aus und Bonn im Überblick!

Während der Stadtführung "Über den Dächern von Bonn" geht es auf's Stadthaus!

Stadthaus Bonn

Ich bin schon sehr gespannt auf diese Stadtführung der besonderen Art und den Blick auf Bonn und das Siebengebirge. Heute werde ich meine Heimatstadt aus der Vogelperspektive sehen und soweit das Wetter mitspielt, auch ein paar schöne Fotos machen. Über einen Artikel in der Lokalzeitung bin ich vor rund zwei Monaten auf diese Veranstaltung aufmerksam geworden.

Jeden Samstag von April bis Oktober haben Bonner und Bonner Gäste für einen kleinen Unkostenbeitrag die Möglichkeit, auf das Dach des Stadthauses mitten in der City geführt zu werden. Es hat zwar sehr lange gedauert bis ich mich für meine neue Heimat interessiert habe und nicht mehr meiner hessischen Vergangenheit hinterher getrauert habe. Aber nach knapp 25 Jahren wage ich den Schritt nach oben und möchte Bonn und das Siebengebirge nun auch mal aus einer anderen Perspektive sehen!

Über den Dächern von Bonn!

Um auf das Dach des Stadthauses Bonn zu gelangen müssen wir 70 Stufen gehen!

70 Stufen nach oben!

Unglaublich, aber wahr! Das Wetter klärt um Punkt 14.30 Uhr zum Start der Stadtführung auf und die Sonne lächelt uns an. Nach einer kurzen Einführung in die Stadtgeschichte macht sich unsere Gruppe auf in Richtung Stadthaus. Das Stadthaus ist zwar architektonisch nicht der ansehnlichste Knüller, aber der große Personenaufzug bringt uns schnell und sicher in den 17. Stock.

Als bekennende Treppensteigerin (siehe mein Blogbeitrag auf BackStagePHYSIO.de zum Tag der Rückengesundheit) ist die Fahrt mit dem Aufzug nach oben etwas „out of order“. Beim nächsten Mal werde ich definitiv die Treppen nehmen und gerne alle mitnehmen, die ihr Herz auf Hochtouren bringen wollen! Vorausgesetzt das Aufsichtspersonal lässt uns die erste Etappe per pedis bewältigen.

Ab Etage 17 müssen wir dann aber tatsächlich nur noch 70 Stufen bis hoch auf das Dach des Stadthauses überwinden. Und dann gibt es unisono nur noch eine Reaktion: Wow! Wunderschön! Toll!

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Stadtführerin Sigrid Lange, die uns auf spannende Art und Weise von Bonn und seiner Entstehungsgeschichte berichtet hat!

Total überwältigt von dem Rundum-Blick steigen wir nach rund 45 Minuten wieder abwärts. Ein kurzer Ausflug vor das Beethovenhaus und zum Alten Rathaus runden diese wunderschöne Tour ab. Bonn und seine herrliche Umgebung sind immer und immer wieder sehenswert!

Link zur Internetseite der Stadt Bonn: Informationen zur Stadtführung „Über den Dächern von Bonn“

Diesen Blogbeitrag können Sie auch anhören (gelesen von Kathrin Rosi Würtz):

Impressionen des heutigen Tages Stadtführung „Über den Dächern von Bonn“:

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13 Okt

Traumlandschaft direkt vor der Tür!

Wer einmal die Gelegenheit haben sollte, dem Siebengebirge einen Besuch abzustatten, sollte diese Möglichkeit keineswegs abschlagen.

Wer fast jeden Tag diese wunderbare Landschaft vor der Tür liegen hat, lebt im Paradies!

Auf der Rheinfähre mit Blick auf das Siebengebirge!

Besonders jetzt im Herbst lohnt sich ein Besuch, nicht nur weil es momentan den leckeren Federweißer direkt von den Weinbergen gibt. Bunte Farben wohin das Auge reicht! Einfach nur herrlich! Ich bin jedes Mal für einen Moment sprachlos, weil das Siebengebirge total toll ist 😉 Jeden Tag auf’s Neue!

28 Mai

Mein Bonn Come Back!

Zurück nach Bonn: Ich bin wieder hier!

Heute geht es im weitesten Sinne um Bewegung! Bewegt war ich als ich heute morgen um 11.11 Uhr (im karnevalistischen Rheinland eine, wenn nicht sogar DIE bedeutungsträchtigste Uhrzeit überhaupt) im Rathaus Bonn-Beuel meine Wartemarke zog und noch 32 Bürger vor mir in den Genuss deutscher Bürokratie kommen sollten.

Wieder daheim in Bonn!

So schlenderte ich zuerst durch die Friedrich-Breuer-Straße und kam an einem meiner Lieblingskinos, nämlich der Neuen Filmbühne vorbei und sah folgendes Filmplakat:

Filmplakat der Doku „Am Kölnberg“

Leider werde ich am 3. Juni 2015 keine Zeit haben, um mir diese Dokumentation anzusehen, weil ich diverse Läuferwaden während des Bonner Nachtlaufs massieren werde, aber vielleicht geht ja jemand anderes hin (Neue Filmbühne Bonn-Beuel, www.rex-filmbuehne.de). Das Filmplakat beeindruckte mich zutiefst, weil es mich an meine Kindheit in Darmstadt-Kranichstein so sehr erinnerte. Hochhauswände, sie sehen doch irgendwie überall in Deutschland gleich aus. Und der Kölnberg ist eins der gravierensten Beispiele von anonymer und menschenfeindlicher Bauarchitektur. Und dennoch erinnern mich derartige Bauten immer wieder an die Abenteuer, die ich inmitten dieses Betondschungels erlebt habe.

Zurück im Rathaus bewegte mich eine andere Situation: Eine sechsköpfige ausländische Familie (die Eltern konnten gebrochen Deutsch sprechen) musste für die Kinder Passbilder machen. Der Fotokasten sprach jedoch nur Deutsch und so half eine Dame (sie erzählte später, dass sie seit 60 Jahren in Beuel lebt und ursprünglich aus Luxemburg stammt), die Kinder unterlagert mit Prospekten (der Stuhl war für die Kinder zu niedrig) ordnungsgemäß für die Passsfotos zu positionieren. Diese Dame sagte nach der Aktion zu den anderen Wartenden, die sie für ihre Geduld lobten: „Stellen Sie sich mal vor, Sie müssten in Moskau einen Pass beantragen!“

Warum war ich im Rathaus? Um mich als Bonner Bürgerin anzumelden! Mein wohnungstechnischer Kurzausflug nach Wesseling hatte zur Folge, dass ich mich nach meinem Rückzug nach Bonn wieder offiziell anmelden musste. So saß ich also im Wartebereich und beobachtete das, warum ich diesen Flecken Erde so gerne habe. Man bleibt nicht lange alleine hier. Der komödiantische Wettstreit um die heißbegehrten Wartemarken (es wurden aufgrund des hohen Bürgeraufkommens heute keine weiteren mehr ausgegeben) war schnell eröffnet. Drei Stunden Sitzerei hatte jeder der Anwesenden schon hinter sich gebracht (einige davon gaben vorzeitig auf und hinterließen ihre Marken), aber ein platt gesessener Hintern schweißt irgendwie zusammen und so war es eine lustige Runde, die das lästige Warten auf die leichte Schulter nahm. Ein kleines Kind hätte beinahe auch seine ersten Schritte im Beueler Rathaus (tolle Story für eine zukünftige Wäscherprinzessin) gemacht, doch gerade locker über den Bärenstand in den Stand aufgerichtet, mussten die Eltern auch schon rein zum Bearbeitungsschalter.

Eine halbe Stunde später war ich dann endlich an der Reihe. Kaum waren meine Daten erfasst, erhielt ich ein Willkommenspaket, das ich in den nächsten Wochen rege nutzen werde. Endlich kann ich in all die Museen gehen und das kostenlos, wow! Danke! Jetzt lerne ich meine Heimat von einer anderen Seite kennen und komme wieder ein Stück mehr hier an!

In diesem Sinne, ahoi, tschööö und torööö!

Rosi