Interview mit Reitpädagogin Astrid Katzberg

Beitragsbild Interview mit Reittherapeutin Astrid Katzberg

Astrid Katzberg lernte ich während einer Veranstaltung vom Verschönerungsverein für das Siebengebirge kennen. An diesem Tag drehte sich alles um das Thema Waldbaden. Weil mich diese für mich neue Form der Entspannung weiterhin begeistert, bat ich Astrid Katzberg um ein Interview und hier sind ihre Antworten:

Frage 1: Welchen Ort im Siebengebirge hast du am liebsten und warum?

Astrid Katzberg: Ich liebe und genieße sooft wie möglich die Aussicht auf der Löwenburg. Vom ersten Augenblick an, als ich den Gipfel erreichte, war ich von diesem herrlichen Ausblick auf den Rhein und in die ferne Eifel fasziniert. Unzählige Sonnenuntergänge und an meinem 50sten Geburtstag auch das Geschenk eines spektakulären Sonnenaufgangs bereichern seitdem mein Leben im Siebengebirge.

Außerdem hat das Glück mich vor fast 30 Jahren nach Ägidienberg gebracht. Hier habe ich zum ersten Mal nachempfinden können, was der Begriff „Heimat“ bedeuten kann. Die Landschaft sprach mich vom ersten Augenblick in einem besonderen Maße an.

Die Begegnung mit den Islandpferden, die vor meiner Haustür grasen, hat mein Leben nachhaltig verändert. Von den herrlichen Ausritten durch das Siebengebirge, Wanderungen mit Pferden und anderen Freunden bis zur Eröffnung meiner reittherapeutischen Praxis habe ich das Siebengebirge auch beruflich kennen und lieben gelernt.

Frage 2: Welche Rolle spielt das Thema “Bewegung” in deinem Leben?

Astrid Katzberg: Bewegung und Leben sind praktisch eins. Ich bin schon in einer bewegungsfreudigen Familie aufgewachsen und habe letztendlich die Bewegung zu meinem Beruf gemacht. Kinder durch den Umgang mit Pferden in Bewegung zu bringen macht mir besonders viel Freude.

Während meiner Ausbildung zum AchtsamkeitsCoach entdeckte ich dann das Waldbaden. Ohne den Begriff zu kennen entschlüsselte sich für mich, wie herrlich es ist, sich entschleunigt in der Natur zu bewegen. Was es alles zu entdecken gibt und wie vielfältig sich das Leben zu allen Jahreszeiten zeigt, fasziniert mich nach wie vor jedes Mal aufs Neue.

Fotos: Ina Echternach, www.polaroid-fotografie.de

Frage 3: Du bietest Veranstaltungen zum “Waldbaden” an. In welchem Wald hast du das erste Mal “gebadet” und wie kam es dazu?

Astrid Katzberg: Die riesige Weide im Garten meiner Eltern war so lange ich denken kann ein besonderer Spiel- und Erlebnisort. Auch wenn damals das Wort „Waldbaden“ noch lange nicht existierte, habe ich dort ausgiebig „gebadet“, dem Rauschen der Blätter gelauscht, mich über das Spiel von Licht und Schatten gefreut, mich glücklich und geborgen gefühlt.

Sehr bewusst wurde mir die Freude am einfachen Da-Sein und Draußen-Sein dann während eines Retreats im Odenwald. Als ich zurück ins Siebengebirge kam, entdeckte ich direkt vor meiner Haustür meinen Lieblingswald ganz neu. Seitdem gehe ich dort regelmäßig und ausgiebig „baden“ – ohne einen Fuß ins Wasser zu setzen 😉

Frage 4: Welche waren deine bewegendsten Momente während deiner Touren durch den Wald?

Astrid Katzberg: Die bewegendsten Momente entstehen, wenn die TeilnehmerInnen meiner Waldbadetage von ihren intensiven Erfahrungen und Erlebnissen während des Waldbadens erzählen. Wenn sie lebendig und berührt darüber berichten, was ich selbst und unzählige andere Menschen immer wieder im Wald erleben und was inzwischen auch wissenschaftliche Studien bestätigen: dass der Wald auf unzählige Art und Weise glücklich und gesund macht, entschleunigt, Freude und tief empfundene Verbindungen erzeugt. Übrigens schon lange bevor jemand von Shinrin-Yoku – Waldbaden – sprach!

Bei aller Freude bereitet es mir Sorge und erfüllt mich mit Trauer, den Wald so sehr unter unseren Einflüssen leiden zu sehen. Ich hoffe, mit dem Waldbaden auch die Liebe und das Engagement für die Natur zu bestärken.

Frage 5: Und zum Schluss eine typische Quadratlatschen-Frage: Welche Schuhe ziehst du am liebsten an und warum trägst du diese so gerne?

Astrid Katzberg: Ich liebe meine Five-Fingers-Barfuss-Schuhe. Mit ihnen spüre ich buchstäblich „Stock und Stein“, sie bereichern mein Erlebnis, durch den Wald und durchs Leben zu gehen mit unzähligen Sinneseindrücken. Und außerdem freue ich mich jedes Mal an meinen „Hobbitfüßen“ wenn ich an mir runter schaue 😉

Herzlichen Dank für dieses Interview!

Weitere Informationen über Astrid Katzberg auf Ihrer Website Begegnung mit Pferden

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