Interview mit Poetry Slammer Philipp Scharrenberg

Beitragsbild zum Interview mit Poetry Slammer Philipp Scharrenberg aus Bonn

Frage 1: Du bist gebürtiger Bonner. Welchen Ort im Siebengebirge hast du am liebsten und warum?

Philipp Scharrenberg: Ganz klar: die Löwenburg. Dahin bin ich oft mit meinen Eltern gewandert, manchmal auch mit befreundeten Familien und Bekannten. Manchmal sind wir als ganze Bande erst ins Tal, dann in den Gasthof auf halber Strecke und schließlich in die Ruine eingefallen. Der Weg dorthin ist für mich ideal: viel Wald, viel Natur, dann ein moderater, relativ kurzer Aufstieg, und oben wird man mit einem grandiosen Blick ins Rheintal belohnt. Außerdem mag ich diesen kleinen Baum mit der Bank drumherum, der inmitten der Ruine steht. Ich weiß noch, dass ich Ende der Neunziger mit meinem allerersten Laptop hinaufgekrackselt bin, um dann dort zu schreiben. Das war herrlich! Trotzdem muss ich gestehen, dass ich seit der Sanierung der Burganlage nicht mehr oben war.

Frage 2: Welche Rolle spielt das Thema Bewegung in deinem Leben?

Philipp Scharrenberg: Eine viel zu kleine, fürchte ich. Obwohl ich mich auf der Bühne sehr viel bewege und herumhüpfe, sitze ich notgedrungen viel im Zug. Die Deutsche Bahn hat leider noch keine Fitnesswagen eingeführt. Da ist ein strammer Marsch durchs Siebengebirge oder durchs Melbtal eine willkommene und gesunde Abwechslung!

Frage 3: Wie hältst du dich für deine Bühnenauftritte fit und gesund?

Philipp Scharrenberg: Dafür habe ich kein spezielles Programm. Es ist eher umgekehrt: Mein Bühnenprogramm hält mich fit. Ansonsten versuche ich vor allem die Stimme zu trainieren und zu schmieren. Grundsätzlich gilt: Bei Kreativblockaden wirkt ein ausgedehnter Spaziergang Wunder! Es muss allerdings nicht immer gleich das Siebengebirge sein – das Rheinufer und der Botanische Garten tun es auch.

Frage 4: Welche waren deine bewegendsten Momente während deiner Bühnenshows?

Philipp Scharrenberg: Ui, da gibt es fast zu viele. Ganz vorn stehen natürlich die Siege bei den Poetry-Slam-Meisterschaften, insbesondere der Halloweenabend 2009, an dem ich mit meinen Kollegen Bumillo und Heiner Lange den Teamtitel geholt habe. Zusammen hießen wir “PauL – Poesie aus Leidenschaft”, und das war nicht nur ein Name. Es gibt ein Photo von unserem Sieg, auf dem ich einen Luftsprung mache, während Heiner neben mir völlig fertig aussieht und Bumillo vor Freude in Tränen ausbricht. So nah liegt das manchmal beieinander.

Frage 5: Und zum Schluss eine typische Quadratlatschen-Frage: Welche Schuhe ziehst du am liebsten an und warum trägst du diese so gerne?

Philipp Scharrenberg: Lieblingslatschen habe ich keine mehr – höchstens Hausschuhe (*muhaha*). Nein, im Ernst. Eine zeitlang habe ich Barfußschuhe ausprobiert, davon aber nur Rückenschmerzen bekommen. Zurzeit habe ich ein paar richtig schöne, feste Winterhalbschuhe. Aber auch die haben ihre Zeit, die irgendwann vorbei sein wird, und das ist okay. Danach kommen die nächsten – mal schauen, welche es sein werden…

Herzlichen Dank für das Interview!

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