Rodderberg: Ausblick auf das Siebengebirge

Beitragsbild Expedition Siebengebirge Rodderberg im Sommer

Anfang August packt mich auf einmal nur ein Gedanke: Ich möchte unbedingt endlich mal zum Rodderberg! Aber wie komme ich dort am besten hin? Am besten so, dass ich möglichst nah am Ort des Geschehens parken und auch die etwas schlechter gestellten Fußgänger der Familie mitnehmen kann? Wo ein Wille, da ein Weg, so meine Devise!

Auf dem Weg zum Rodderberg

Also, machen wir uns mit dem Auto von Bonn-Oberkassel aus auf zum Rodderberg. Ein wenig risikobereit gebe ich die Adresse vom Gut Broichhof ein, das sich an besagtem Ort befinden soll. Das Navigationsgerät führt uns über die Königswinterer Autofähre auf die andere, linksrheinische Flussseite. Ich bin ja schon sehr oft mit der Fähre gefahren, aber es ist dennoch jedes Mal eine wunderbare Überfahrt mit einem fantastischen Blick auf das Siebengebirge!

Weiter geht es durch Mehlem, einem Ortsteil von Bonn. Innerhalb von wenigen Minuten befinden wir uns auch schon in Wachtberg und fahren an sommerlich duftenden, frisch gemähten Feldern vorbei. Die Vulkanstraße führt uns schnurstracks  auch schon zum Reiterhof Broichhof und dem anliegenden Parkplatz. Ja, wir sind richitg, wir sind auf dem Rodderberg angelangt.

Und schon stehen wir auf Spazierwegen mitten durch die wilden Gräser und Pflanzen dieses herrlichen Naturschutzgebietes. Rechts geht es etwas steiler die Treppen hoch, geradeaus führt ein Weg dann von der anderen Seite zur Anhöhe. Und hier zeigt sich dann das Panorama, von dem alle schwärmen! Ein gigantischer Ausblick auf die Hügel des Siebengebirges, allen voran der Drachenfels mit seinem massivem Gesteinsvorsprung! Ich war so begeistert von diesem Anblick, dass es mich innerhalb von wenigen Tagen noch ein paar Mal dorthin, auf den jüngsten Vulkan der Region, gezogen hat.

Im Winter auf dem Rodderberg

Anfang Januar 2019 erinnere ich mich daran, dass eine frühere Mitstreiterin aus meiner Zeit im Hochschulsport Bonn gerne mit mir mal eine Runde über den Rodderberg spazieren wollte. Im Winter war ich tatsächlich bisher noch nicht dort und die Feuerroute bin ich auch noch nicht gegangen. Also, was hindert mich eigentlich daran? Nichts!

Zur Vorbereitung habe ich mir Youtube-Videos angesehen. Das Material reicht von einer informativen Mini-Doku über Trail-Videos, die mit entsprechenden Kameras vom Fahrrad aus gedreht wurden. Oder auch Videos über den Naturschutz, der auf dem Rodderberg betrieben wird.

Ich denke, dass wir erst einmal die Runde rund um den Rodderberg drehen werden: eine kurze, sehr überschaubare Tour von ca. drei Kilometern Länge. Wer mehr über die Wanderwege erfahren möchte, dem empfehle ich folgende Seite vom Naturpark Rheinland.

05.01.2019: Der Rundgang um den Rodderberg ist wirklich schön. Wir waren zwar bei Regenwetter und Wind unterwegs, aber das tat der sehr gut begehbaren Strecke und ihren fantastischen Ausblickspunkten keinen Abbruch. Es ist schon verrückt, aber ich wohne nun fast schon 28 Jahre hier und kannte bis jetzt diese tollen Flecken Erde noch nicht. Ich hatte zwar davon gehört und Fotos im Internet gesehen, aber selbst da war ich bisher noch nicht gewesen.

Ich kann jedem Leser dieses Blog-Beitrages wärmstens empfehlen, die Natur vor der eigenen Haustür zu erkunden. Egal, ob vielleicht Freunde oder die eigene Familie kein Lust und Zeit für solche Ausflüge haben. Wichtig ist, dass ihr euch das anseht, was ihr gerne sehen wollt. Egal, ob die Strecke für andere eventuell zu lang oder langweilig ist. Geht euren Weg, sonst verpasst ihr das, was euch wichtig ist!