Schwanenfamilie in Königswinter

Seit ein paar Wochen ist viel Trubel an der Fährkribbe in Königswinter-Niederdollendorf, denn ein Schwanenpaar hat sich entschieden, dort eine Familie zu gründen. Vom Ergebnis dieses gewagten Schrittes, der von einigen Anwohnern, Naturschützern und dem Ordnungsamt der Stadt Königswinter tatkräftig unterstützt wird, berichtete der Bonner General-Anzeiger am 25. Mai 2018.

Eine zehnköpfige Schwanenfamilie in Niederdollendorf

Insgesamt acht Schwanenjunge werden momentan von den Elterntieren in die hohe Kunst des Gründelns eingewiesen. Während der Erkundungstouren der Schwanengroßfamilie können Spaziergänger aus der Distanz das Wachstum der Neuankömmlinge beobachten.

Freilaufende Hunde in gefährlicher Nähe der Küken

Bitte nehmen auch Sie Rücksicht auf die Tiere und weisen Widersacher und Störenfriede auf das Recht der Tiere hin, auch in Frieden ihren Nachwuchs aufziehen zu können. Leider werden immer noch freilaufende Hunde in der Nähe der heranwachsenden Jungtiere gesichtet. Aushänge am Ufer geben weitere Informationen über die Situation vorort.

Tierschutz an der Fähre Niederdollendorf

Vor rund zwei Wochen konnte eine sich selbst organisierende Gruppe von Natur- und Tierschützern mit vereinten Kräften eine Absperrung der Kribbe direkt neben der Rheinfähre Niederdollendorf bewirken. Grund hierfür ist ein brütendes Schwanenpaar, das leider tagtäglich bis dahin von Menschen gestört wurde.

Interesse der Passanten

Die Kribbe ist von der anliegenden Promenade sehr gut einzusehen. Seit das Absperrgitter dort installiert wurde, sind die Rückmeldung bezüglich dieser Aktion fast durchgehend positiv. Es ist schön zu sehen, dass sich die Tiergemeinschaften auf dieser Kribbe nun in Ruhe ihrem Tagesablauf widmen können, ohne allzu großem Stress ausgesetzt zu werden.

Besten Dank allen Beteilgten, die sich um das Wohl aller Lebewesen vorort kümmern!

Update Rhein in Flammen 2018 (05.05.2018)

Mit einer Gruppe von sieben Personen haben wir den kompletten RiF-Abend an der Schwanenkribbe verbracht. Von einsichtigen, interessierten Besuchern des Feuerwerkspektakels bis zu teils aggressiven Besetzern haben wir an diesem Abend alles erlebt. Ich freue mich jedes Mal, wenn wir Menschen von den brütenden Schwänen und deren Nachbarn (Graureiher, Nilgänse, Stockenten, Haubentauchern etc.) erzählen können und sich Unwissenheit in Unterstützung wandelt. Je mehr Leute mithelfen und die Tiere achten, desto geringer ist der Stress für die Tiere!

Update (07.09.2018)

Mittlerweile sind sechs stattliche Jungschwäne herangewachsen und lernen tagtäglich Neues von ihren Elterntieren, um irgendwann ihre eigenen Wege gehen zu können. Ursprünglich waren es insgesamt acht Küken, von denen es zwei aus unbekannten Gründen leider nicht geschafft haben. Die monatelange Beobachtung dieser faszinierenden Tiere bereichert ungemein. ichtsdestotrotz ist der respektvolle Abstand zu den Tieren das A und O im friedlichen Zusammenleben von Mensch und Tier.